Bei­trag vom 18. Juli 2019

Alles im Flow – oder doch nicht?

Puh, völ­lig abge­hetzt lässt sich mei­ne Kli­en­tin in den Ses­sel fal­len. Ich sehe, dass Sie einen Moment braucht, bevor wir über­haupt anfan­gen kön­nen. Sie erzählt, dass sie heu­te über­haupt nicht wuss­te, wo ihr der Kopf stand. Mor­gens streik­te als ers­tes die Kaf­fee­ma­schi­ne, dann woll­te der Klei­ne sich nicht anzie­hen und die Gro­ße fand den Turn­beu­tel nicht. Ihr Mann bekam von dem gan­zen Tru­bel nichts mit, weil er da bereits aus dem Haus war.

Als sie ver­spä­tet im Büro ankam, zick­te die Kol­le­gin sie gleich von der Sei­te an, weil die irgend­ei­ne Excel Tabel­le nicht fand. Und ihr Chef brumm­te ihr eine Auf­ga­be auf, die er bis zum Nach­mit­tag erle­digt haben woll­te. Spä­ter rief ihre allein­le­ben­de Mut­ter sie an, dass Irgend­was seit dem letz­ten Sturm auf dem Dach rap­pel­te, und sie kei­nen Hand­wer­ker fin­det, der sich dar­um küm­mert. Sie ahnen es? Natür­lich küm­mer­te sich mei­ne Kun­din an die­sem Tag auch noch dar­um.

Katja von Eysmondt Alles im Flow - oder doch nicht?
Katja von Eysmondt Alles im Flow - oder doch nicht?

Ein Paket voll mit Ener­gie“

Jeden Tag wachen wir mit einem gut gefüll­ten Paket Ener­gie auf. Je nach dem wie wir geschla­fen haben oder ob wir uns in einer guten oder ange­spann­ten Lebens­si­tua­ti­on befin­den, ist das Maxi­mum ent­spre­chend hoch oder nied­rig. Fakt ist, dass uns jeden Tag ein gutes Päck­chen Ener­gie zur Ver­fü­gung steht. Und was glau­ben Sie wie­viel Ener­gie an die­sem Tag bei mei­ner Kli­en­tin schon ver­braucht war, bevor sie zu mir ins Coa­ching kam? Rich­tig, eine gan­ze Men­ge! Für ihre Kin­der, bei der Arbeit und für die Sor­gen der Mut­ter war schon eini­ges an Ener­gie ins Uni­ver­sum ein­fach so ver­dampft, und des­halb fiel sie an die­sem Abend erschöpft in den Ses­sel. Als sich nach einer Tas­se Tee, die Gesichts­mus­keln mei­ner Kun­din lang­sam ent­spann­ten, konn­ten wir mit der Arbeit im LifeCoa­ching anfan­gen. Wer zu einem Coach für Quer­ein­stei­ger kommt hat ein Ziel und dafür brau­chen wir die Kraft, die den Fokus und vor allem alle Ener­gi­en frei macht.

Wie haus­hal­ten Sie mit der täg­li­chen Ener­gie?“

Damit ich mir ein gutes Bild vom Ist-Zustand mei­ner Kli­en­ten machen kann, stel­le ich in jeder Coa­ching Ses­si­on vie­le Fra­gen. Auch die unbe­que­men. Des­halb beant­wor­ten Sie sich fol­gen­de Fra­gen doch ein­mal schnell sel­ber, und spü­ren was das mit Ihrem Ener­gie-Level in die­sem Moment macht:
Ver­tei­len Sie die Ener­gie auf vie­le klei­ne Fel­der oder blei­ben Sie fokus­siert für die­se eine Sache? Geht Ihre Auf­merk­sam­keit zu den ande­ren oder blei­ben Sie bei sich? Muss immer alles und jedes per­fekt sein, damit Sie sich ver­meint­lich gut füh­len oder las­sen Sie auch schon mal Fün­fe grad sein? Krei­sen täg­lich vie­le nega­ti­ve Gedan­ken durch Ihren Kopf oder schaf­fen Sie es die posi­ti­ven Gedan­ken zu „hören“? Ärgern Sie sich dar­über wie­der dies oder das nicht geschafft zu haben, oder fei­ern Sie auch die klei­nen täg­li­chen Erfol­ge in Ihrem Leben? Haben Sie sich damit abge­fun­den wie Ihr Leben jetzt läuft oder glau­ben Sie dar­an, etwas in Ihrem Leben nach­hal­tig ver­än­dern zu kön­nen? Mei­nen Sie dazu fehlt Ihnen Geld, Zeit und über­haupt … ENER­GIE? Dann habe ich was für Sie!

3 Impul­se für ein bes­se­res Durch­hal­te­ver­mö­gen“

  1. Neh­men Sie sich in den Momen­ten, in denen es gera­de mega stres­sig ist, einen win­zig, klei­nen Moment nur für sich. Das kann sein, dass Sie kurz die Augen schlies­sen. Oder ein­mal kräf­tig tief ein- und aus­at­men. Oder Sie bal­len die Hän­de ganz kurz fest zu einer Faust zusam­men und las­sen sie nach ein paar Sekun­den wie­der los. Oder Ihr Blick geht für einen Augen­blick kom­plett raus aus der ner­vi­gen Situa­ti­on. Was ent­de­cken Sie? Viel­leicht die Kol­le­gin mit der Sie schon immer mal eine Mit­tags­pau­se ver­brin­gen wol­len? Oder ihr Blick lan­det bei Ihrem fried­lich spie­len­den Kind? Und plötz­lich irri­tiert Sie der unge­mäh­te Rasen weni­ger als sonst? Alles was Ihren Ener­gie-Level ruhen bzw. sin­ken und damit dem Ego mit dem Geplap­per im Kopf ruhi­ger wer­den lässt, kann den Zugang ins, wie ich es nen­ne Herz-Kar­ma, viel leich­ter öff­nen, damit sich ein kit­zel­klei­ner Frie­den in Ihnen aus­brei­ten kann. Könn­te das nicht ein wun­der­ba­rer Zustand für den Moment sein, den Sie viel­leicht zukünf­tig häu­fi­ger in Ihr Leben inte­grie­ren möch­ten? Damit Sie fokus­siert die Din­ge ange­hen, die Sie ernst­haft beschäf­ti­gen und die Sie unbe­dingt umset­zen wol­len?

  1. Ver­su­chen Sie es mit einem Lächeln. Nichts kann wirk­lich so schlimm sein im all­täg­lich Stru­del, dass Humor Ihnen in dem Moment nicht hel­fen kann, dar­über hin­weg zu sehen. Was glau­ben Sie, wie mei­ne Kli­en­tin mit ihrer Toch­ter dar­über lach­te, als bei­de sahen, dass die­ser ver­damm­te Turn­beu­tel ein­sam und ver­ges­sen am Haken im Flur des Schul­ge­bäu­des hing? Wenn wir zu vie­le Din­ge im Kopf haben, läuft da eine „Dau­er-Plap­per-Schlei­fe“. Wie also die wich­ti­gen The­men raus­fil­tern und dran­blei­ben? Mit Humor und dem Herz-Kar­ma, also nicht alles immer so furcht­bar ernst und sich täg­lich die­sen Moment Zeit für die wirk­lich wich­ti­gen The­men im Leben neh­men.
Katja von Eysmondt Alles im Flow - oder doch nicht?
Katja von Eysmondt Alles im Flow - oder doch nicht?
  1. Fokus. Fokus. Fokus. Wenn wir meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig machen, wird zwangs­läu­fig min­des­tens eine Sache aus dem Ruder lau­fen. Ich weiss nicht wie es Ihnen geht? Aber ich kann nicht gleich­zei­tig an einem Text schrei­ben und Pod­cast hören. Eins von bei­dem wird mei­nen Fokus ver­lie­ren. Und mei­nen Ener­gie-Haus­halt ganz schnell schmä­lern. Was mir aus­ser­dem das Gefühl gibt, nichts so rich­tig gut zu machen. Was aller­dings nur die hal­be Wahr­heit ist, denn wenn ich jeder Sache ein­zeln die vol­le Auf­merk­sam­keit geben wür­de, wäre bei­des gleich gut erfüllt. Was mir sonst noch hilft um fokus­siert zu blei­ben, ist mir für jeden Wochen­tag Plä­ne und Zie­le zu set­zen. Zum Bei­spiel wann ich einen Blog­ar­ti­kel schrei­be, über­ar­bei­te und online stel­le. Oder mit wem ich mei­ne Mit­tags­pau­se ver­brin­ge und dabei mein Netz­werk erwei­te­re. Oder wann ich recher­chie­re, coa­che, schrei­be oder mich um mei­nem Haus­halt küm­me­re. Natür­lich dür­fen Aus­zei­ten nicht feh­len. Sie sind das Sah­ne­häub­chen in mei­nem Wochen­plan. Auch wenn ich nicht jeden Tag alles errei­che, blei­be ich sor­tiert im Kopf und behal­te den Über­blick. Was mei­nem per­sön­li­chen Ener­gie-Level sehr hilft ist ein­fach täg­lich dran­zu­blei­ben, ohne alles zu bewer­ten und in Fra­ge zu stel­len, ob es rich­tig oder falsch ist. Alles was Sie jetzt anfan­gen wird irgend­wann einen Sinn machen. Das ist Leben! Und Leben ist Ver­än­de­rung! Und Ver­än­de­rung ist sich immer wei­ter per­sön­lich zu ent­wi­ckeln!

Mei­ne Kli­en­tin hat­te an die­sem Abend nach einem anstren­gen­den Tag übri­gens einen Schal­ter in ihrem Kopf umge­legt und erkannt, wo die Rei­se zur Quer­ein­stei­ge­rin für sie hin­geht … Für mich einer der schöns­ten Momen­te bei mei­ner Arbeit als LifeCoach ist die­se Art von Sicht­bar­keit, wenn die Ener­gie fließt und Men­schen im Flow sind.

Wenn Ihnen gefällt, was ich in mei­nem Blog schrei­be, dann tei­len Sie das sehr ger­ne mit der Fami­lie, Freun­den und Kol­le­gen. Damit das Herz-Kar­ma wach­sen kann.

Herz­li­chen Dank, Ihre Kat­ja von Eysmondt